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Une visite
de trois départements
du Louvre
En vingt trois étapes




 

Kodex  Hammurabi         Sb 8

Richelieu Saal 3

Ausgrabungen  unter der Leitung von Jacques de Morgan (1901-1902) 
 

Ein „Vorläufer” des mosaischen Gesetzes? 
 
 

Diese Stele mit eingravierten Inschriften
in schwarzem Basalt wurde von König Hammurabi in den letzten Jahren seines Lebens errichtet (18. Jahrhundert v. Chr)

Als Gesetzessammlung von Beispielfällen
der Rechtssprechung  ist sie vor allem
ein politisches Vermächtnis, ein Denkmal seiner glorreichen Herrschaft, die hier  
sein Modell der Weisheit und Gerechtigkeit zum Ausdruck bringen soll.

 
Der Text wurde in akkadischer Sprache verfaßt und in Felder unterteilt. Das Vorwort und das Nachwort beinhalten eine Sammlung von zweihundertzweiundachtzig (282) Artikeln.
 
Im  Oberteil der Stele stellt das Relief den stehenden König vor dem Sonnengott Schamasch dar, erkennbar durch die Flammen, die auf seinen Schultern brennen. Er hat eine Hand zum Mund als Zeichen einer traditionellen Geste der Verehrung, erhoben.  Dieser Gott der Gerechtigkeit überreicht dem Herrscher den Ring und
den Stab, ihrerseits Sinnbilder für das rechte Maß und Gerechtigkeit aber auch Symbole für Autorität des Herrschers.
 
Ein „Vorläufer” des mosaischen Gesetzes? 

Als Mose 150 Jahre später  das Gesetz für Israel verfasste, glaubten Viele, er hätte diesen Kodex lediglich abgeschrieben.
Einige dieser Anweisungen,
wie z. B. das Gesetz der Vergeltung
(„Auge um Auge, Zahn um Zahn”),
sind in der Tat mit Moses’ Prinzipien vergleichbar.
 
Im Gesetz existiert jedoch eine spirituelle Dimension und eine höhere Perspektive der Gottesanbetung.
 
 

Die Zehn Gebote unterstreichen die Verehrung des Gottes Israels,

während der Kodex vor allem an säkularen Angelegenheiten interessiert
ist und es dabei belässt, den König zu verherrlichen und seinen politischen Interessen dient.

Das dritte Gebot ‚ Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst’ (2. Buch Mose 20:8-10) steht für einen neuen und einzigartigen Beitrag in der Geschichte der Menschheit, eine revolutionäre Neuerung

 

 Das dritte Gebot ‚ Gedenke des Sabbattags, dass du ihn heiligst’ steht 
für einen  neuen und einzigartigen Beitrag in  der Geschichte der Menschheit,
eine revolutionäre Neuerung:
Ein Ruhetag für Männer, Frauen und Tiere.  Liegt in diesen Zehn Geboten nicht ein erster Entwurf der Menschenrechte
des Mannes und der Frau?”   

Albert Hari, Die Menschenrechte in der Bibel

 
Selbst da, wo sich diese beiden
Gesetze sprachlich kaum unterscheiden,
tun sie es auf spiritueller Ebene
sehr wohl. 
 
Der Flug und Hehlerei sind mit dem
Tode bestraft (Apg 6,22).
In Israel ist es üblich das Opfer zu entschädigen (2.Mose 22:1, 3.Mose 6:1-5).

Fragen werden manchmal auf sehr unterschiedliche Weise behandelt.
 
Überraschender Weise ist im Kodex keine Rede von vorsätzlicher Tötung, und man kann die vorgesehene Strafe nur vermuten. Es wurde aber eine Solidaritätsbestrafung vorgesehen.
 
Ein Artikel lautet: "Wenn ein Maurer  ein Kind des Hausbesitzers tötet wird das Kind dieses Maurers getötet.“
 
Das Gesetzsagtdas Gegenteil:

„Väter sollten nicht wegen der Kinder
zu Tode gebracht werden, und Kinder
sollten nicht wegen der Väter zu Tode gebracht werden. Jeder sollte wegen
seiner eigenen Sünde zu Tode gebracht werden.“ - 5.Mose 24:16
 
Jeder Artikel beginnt mit der
Formulierung : „Wenn ein Mann dies oder jenes tat."
 Blick aufden Berg Sinai.
 

„Deine Augen sahen sogar
den Embryo von mir,
Und in dein Buch waren alle
seine Teile eingeschrieben“ 
- Psalm 139:16

 
Das Gesetzsagt: „Sollte aber ein tödlicher
Unfall entstehen, dann sollst du Seele
für Seele geben“ (2. Mose 21:23)
 
Der tödliche Unfall gilt für die Mutter
und das ungeborene Kind.
 
Das menschliche Leben ist auch in den frühen Phasen seiner Entwicklung für Gott.
-  Psalm 139:16
 
Ist ein Kind vor seiner Geburt eine
Sache, eine Anhäufung von Zellen
oder ein Patient ?
 
Da der Kodex nur spezifische und begrenzte Fälle abdeckt, scheint er eher ein rechtlicher Leitfaden zu sein, der dem Richter durch die Bereitstellung von Präzedenzfällen oder durch die Abänderungen vormaliger Urteile bei der Schlichtung von Streitigkeiten behilflich sein sollte.
 
Es wird damit jedoch nicht versucht, Prinzipien aufzustellen  oder Gesetze zu erlassen. Hierin besteht ein entscheidender Unterschied zu den als apodiktisch bezeichnenten Geboten, da sie kategorisch und absolut sind. Sie sind Verbote oder Befehle, sehr kurz und in sich selbst verständlich sind und bedürfen keiner weiteren Erklärung.
 

“Die grundlegende Erkenntnis,

die mich die Geschichte gelehrt hat,
ist die gleiche, die von Jesus zum Ausdruck gebracht wurde.
 
 Nichts auf der Welt ist besser
als die Liebe.”
 
Will Durant
 
Sehen wir uns zuletzt das das Zehnte Gebot an: „Du sollst nicht begehren.”
 
Dieses Gebot ist in der Rechtsgeschichte einzigartig. Es spricht die Wurzel des Verbrechens an, doch dessen Beachtung
 hängt hauptsächlich von der Person selbst ab.
 
Während der Kodex absichtlich einen Geist
der Vergeltung widerspiegelt, sagt das Gesetz:
 
“Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen  […]Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen.” (3. Mose 19 :17,18). Dieses Gesetz wird für immer das christliche Denken bestimmen.
 
Für Christen ist  Die ganze Schrift
(also auch das mosaische Gesetz),
 
von Gott inspiriert (wörtl. Théopneustos,
 
von Gott gehaucht), nützlich zur Lehren,
 
zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der
 
Dinge, (wörtl: zur Hinaufaufrichtung), zur
 
Erziehung in [der] Gerechtigkeit.“
 
- 2. Timotheus 3:16.
 
 
Diese Reduktion der Statue von Michelangelo Moses mit Hörnern auf dem Kopf sitzen.
Moses     ML 22
 
 
 

 




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